Wetter ist super!
In Tagen wie diesen, in denen nur die Sonne scheint, ist Flensburg am Besten. Das Foto ist 250m entfernt vom Homeoffice entstanden.

In Tagen wie diesen, in denen nur die Sonne scheint, ist Flensburg am Besten. Das Foto ist 250m entfernt vom Homeoffice entstanden.

Es ist ja schon von vielen Blogs, darunter auch von von “A-Bloggern”
berichtet worden: Roodle ist gestartet. Das Projekt der BrainSpace GmbH von Andreas Fuchs ist eine Nennung wert. Und das hat mehrere Gründe: Zunächst mal war ich z.T. beratend an dem Projekt tätig, worauf Andy im Roodle-Blog hingewiesen hat. Und dann ist Roodle einfach mal etwas Anderes als das “Übliche”. Roodle macht Vieles anders und das - wie ich finde - gut.
Ich war schon von der Vorversion, die mir Andy vor einiger Zeit präsentierte und die ein wenig anders aussah, optisch sehr angetan. Das Design ist einfach schick und passend zum Dienst. Allein das Logo ist schon super:

Anders als vielleicht üblich hat Roodle nur geringe Hemmschwellen beim Sign-Up-Prozess. Gleiches gilt auch für die Nutzung und die Nutzung von Alben durch ggf. nicht bei Roodle registrierten Nutzern. Das kann Vorteile bei der Verbreitung des Dienstes bringen.

Roodle beschränkt sich zudem auf die für die Zielgruppe angepassten Kernfunktionen eines “Bilderdienstes”, was in Anbetracht des Wettbewerbs in diesem Segment sinnvoll ist. Und “embracing constraints” ist eh “hip” und zu Recht “hip” in diesen Zeiten. Und falls Andy, was ich nicht weiß, vielleicht “Getting Real” gelesen hat, dann sind einige der Prinzipien bestens umgesetzt.
Bedingt durch meine Arbeit (und natürlich auch eigene Recherchen) bekomme ich doch so einige StartUp-Ideen und -konzepte zu sehen. Bei vielen vermisse ich ein durchdachtes Business-Modell, also die Idee, wie man Geld verdienen möchte (wenn es kein karikatives StartUp ist). Und dann ist es doch immer schön, wenn man wie Roodle von vornherein ein Bezahlmodell integriert hat.
Sofern man es logistisch mit der Bestellung von Fotos hinbekommt, wäre die Internationalisierung vielleicht ein sinnvoller nächster Schritt. Das Potential ist sicher da. Man arbeitet in Süddeutschland ja stets an Verbesserungen von Roodle und darf sicher auf Einiges gespannt sein.
Ich wünsche Andy mit Roodle jedenfalls viel Erfolg, und die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht bzw. macht Spaß!
Mir ist gerade in den letzten Wochen aufgefallen, dass einige StartUps sich wirklich etwas einfallen lassen, um auf kreative Art auf sich aufmerksam zu machen. Über vozoo hatte ich ja bereits mal berichtet. Allerdings muss man fairerweise auch sagen, dass vozoo den Hype hätte aufrecht erhalten müssen. Wenn man nichts im Blog veröffentlicht oder nichts twittert, ebbt das Interesse natürlich wieder ab.
Apropos Twitter. Ich habe Twitter absolut schätzen gelernt. “Gefühlte” 80% aller guten Links bekomme ich mittlerweile über Twitter. Der Nachteil von Twitter ist “Distraction”, also die Ablenkung. Man ist außerdem sehr viel eher geneigt, ein paar Tweets abzulassen als sich hinzusetzen, um einen Blogartikel zu schreiben. Wichtige Meldungen werden mittlerweile aber eben häufig nur noch per Twitter abgesetzt. Nachdem z.B. Michael Arrington in Techcrunch behauptete, dass Twitter sich vom Framework Ruby on Rails trennen wird, hat dieser Tweet von Evan Williams (Twitter) mal eben dafür gesorgt, dass die Luft aus dem Artikel raus war. Und David Heinemeier Hansson (37signals) freut sich natürlich in seinem Tweet darüber. Naja….Michael Arrington behauptet es weiter, und wer weiß schon, was nun stimmt. Ist eigentlich auch nicht wichtig. Aber Michael Arrington ist derzeit auch nicht mehr unbedingt als Bürge für Qualität von Artikeln bekannt. Das ist zumindest meine persönliche Meinung. Früher war er besser.
Ich bin kein Heavy-Twitter-User, aber immerhin….also come follow.
Über eine kleine leicht “viral-angehauchte” Kampagne zu einem Betatest habe ich dann vor ein paar Tagen auch von Betacamper via Twitter erfahren. Das ist die am liebevollsten umgesetze Idee für das Werben von Betatestern, die ich dieses Jahr gesehen habe. Einfach nur nett gemacht, grafisch super umgesetzt und durch die Einbindung von Twitter super verbreitet worden. Ich bin übrigens im Zelt #146 gelandet. Durch die Umsetzung dieser Idee der Telewebber GmbH (noch in Gründung) darf man gespannt sein, was einen dann auf Telewebber erwartet. Gemeinsam fernsehen und darüber diskutieren scheint das Modell zu sein.
Das erinnert vom Prinzip her an das wesentlich aufwändigere Modell, Live-Konzerte per Online-Video zu besuchen und dann mit anderen Online-Zuschauern in “Räumen” darüber zu diskutieren. Das ist - grob geschildert - wohl das, was Tempodome macht, dem neuen Unternehmen von Malte Blumenthal und Helge Steimann. Tempodome hat im Bereich innovatives Marketing noch nicht allzuviel die Werbetrommel gerührt und sich scheinbar darauf konzentriert, Qualität zu liefern. Das scheint für das erste große Ereignis, das Madsen-Konzert, scheinbar gut geklappt zu haben. Das Konzept von Tempodome finde ich super. Auch die Community-Features sind ordentlich. Ob Tempodome wirklich die Qualität halten kann - das ist die spannende Frage. Und vor allem, ob es genügend Live-Content geben wird. Das wird interessant….
Über das gute Marketing von Popula ist hier bereits ebenfalls mehrfach gesprochen worden. In den USA und Kanada ist das Early Adopter Video sogar so gut angekommen, dass es im net@night-Podcast (Nr. 49) (ab ca. 52. Minute) im TWiT-Network besprochen wurde. Amber und Leo wundern sich, was das Ganze zu bedeuten hat, finden die Aktion aber insgesamt gelungen. Amber hat auch in Ihrem Blog berichtet.
Kennt ihr weitere gute Marketing-Aktionen von StartUps. Dann bitte ein Hinweis an mich oder in den Kommentaren.
Die Tendenz zu vereinzelten guten Marketing-Aktionen von StartUps ist jedenfalls positiv. Bei der nachwievor täglichen Flut an StartUps ist ein wenig Kreativität und Individualität auch notwendig.
Ich hatte schon über die Empfehlung des Koordinierungsgemiums der Datenschutz-Aufsichtsbehörden berichtet. Jetzt gibt es ein paar mehr Informationen, die der Pressemitteilung des Berliner Datenschutzbeauftragten zu entnehmen sind (PDF).
Die Empfehlungen sind für alle Social Networks wichtig, insbesondere dann, wenn sie ihren Unternehmenssitz in Berlin haben (vgl. die Berichterstattung zu MeinProf.de), da zumindest in Berlin jetzt auch Bußgelder in Einzelfällen verhängt werden bzw. verhängt worden sein sollen.
Die Empfehlungen zitiere (und kommentiere) ich hier im Einzelnen:
Jetzt kommt langsam Musik in das Thema Datenschutz im Web2.0. Nach einem Bericht von Golem hat die Aufsichtsbehörde für den Datenschutz im nichtöffentlichen Bereich des Bundeslandes Berlin ein Bußgeld gegen die Ranking-/Bewertungsplattform MeinProf.de verhängt. Die Betreiber von MeinProf.de wollen sich gegen das Bußgeld angeblich wehren und halten insbesondere die Anforderungen des Datenschutzbeauftragten für praktisch nicht umsetzbar.
Nach dem Bericht soll die Aufsichtsbehörde u.a. gefordert haben, dass die bewerteten Personen (z.B. Professoren) bei neuen Bewertungen postalisch zu benachrichtigen sowie nachträglich alle bisher bewerteten Personen schriftlich zu informieren seien.
Außerdem habe die Behörde gefordert, dass gewährleistet wird, dass nur Personen Bewertungen vornehmen, die auch tatsächlich die jeweiligen Vorlesungen des Dozenten besucht hätten.
MeinProf.de wird dann wohl jetzt gegen die Bußgeldbescheide (es soll angeblich 2 geben) Widersprüche einlegen. Ggf. wird die Sache dann die Gerichte beschäftigen, und ich bin extrem gespannt, wie das ausgeht. Während wir sonst kaum Rechtsprechung im Datenschutz haben, führt ein schärferes Herangehen der Aufsichtsbehörden jetzt wohlmöglich dazu, dass wir mal ein wenig Wind in die Rechtsprechung bekommen. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass das Pendel der Rechtsprechung immer in Richtung der Auffassung der Aufsichtsbehörden schwingen wird. Ein juristisch sehr spannendes Thema.
Bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen, hier darüber zu schreiben, und habe auch jetzt nicht unbedingt die Zeit für Details. Dennoch hier der Hinweis, dass letzte Woche ein Interview mit mir bei Focus Online veröffentlicht worden ist.
Anlass für das Interview mit mir war diese Ausgangsgeschichte: “E-Mails: Wenn der Ex-Arbeitgeber schnüffelt.”
Hier dann das Interview mit mir: “Wann ist eine E-Mail privat?”
Viel Spaß damit ![]()
Seit gestern darf ich mich nach Beschluss der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer nun endlich Fachanwalt für Informationstechnologierecht (IT-Recht) nennen.
Damit dürfte ich in Flensburg der 1. Fachanwalt für IT-Recht sein. Und wenn ich es richtig einschätze, wird das auch erst einmal so bleiben. Es ist aber eigentlich in meinem Fall nicht von Belang, da nur ein geringer Teil meiner Mandanten aus der Region kommt.
Langsam wird es immer schwieriger, die Berufsbezeichnungen auf der Visitenkarte unterzubringen: Rechtsanwalt, Fachanwalt für Informationstechnologierecht (IT-Recht), Beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein anerkannter Sachverständiger für IT-Produkte (rechtlich) und last but not least EuroPriSe LEGAL Expert.
Was muss man eigentlich für besondere Kenntnisse als Fachanwalt für IT-Recht haben?
Popula.de hat jetzt das “Final Chapter” also Teil 3 des Early Adopter Songs veröffentlicht (vorheriger Artikel von mir zu popula.de).
Bis jetzt das beste Video. Endlich mal normale Leute ;-)
Und popula.de hat bis jetzt den Preis für die beste PR eines Webservices verdient. Ich bin jetzt wirklich gespannt, was da kommt. Kreativ sind die Kölner Burschen zumindest.
Wenn ich das richtig sehe, sitzen die Jungs im alten Sevenload-Büro, wo unter anderem auch diese sympathischen Herren von Railslove ihr Büro gefunden haben. Scheinbar sollen die alten Sevenload Räume jetzt als Sevenload Camp (so heißt es zumindest hier) günstig an Startups vermietet werden. Nett!
Vortrag von David Heinemeier Hansson (37signals) bei der Startup School 08.
Das Beste, was ich diesen Monat an Vortrag gesehen habe.
Und für jedes Startup, das profitabel sein möchte, ein absolutes “Must-See”.
Beeindruckend einfache Rechenbeispiele: um eine Million Umsatz jährlich zu generieren, braucht man “nur” ca. 2.000 Kunden (genau genommen 2.084, wenn ich mich nicht verrechnet habe), die für deinen Online-Service 40 $ bzw. € im Monat zahlen. Das scheint ein lösbares Problem zu sein, wenn man ein gutes Produkt hat. Mit einem Spitzen-Produkt wie Basecamp (das ich schon über 2 Jahre nutze und dafür monatlich zahle) ist das sicher einfach. Wenn man aber kein so gutes Produkt hat? Dann macht eben ein besseres! Oder seht zu, dass ihr ca. 8400 Kunden bekommt, die bereit sind 10 € im Monat zu zahlen. Auch das scheint ein realistisches Ziel zu sein. Entscheidend ist aber eben die Qualität des Produkts und der Mehrwert, den das Produkt den Nutzern bietet.
Ein kostenloser Dienst mit Online-Werbung als Umsatzmodell oder eine reine Exit-Strategie ist eben nicht immer die einzige Lösung online.
Nach dem ganzen gut gelungenen Buzz mit den beiden Early Adopter Songs (1 und 2), hat popula es nun geschafft, “getechcrunched” zu werden. Nicht schlecht. Hoffe, die Server halten…