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Vermeidbare Fehler

Aua! Individual-Rap-Bestellung optimierungsbedürftig

by Stephan Hansen-Oest on May 14, 2008

Es gibt lt. deutsche-startups.de einen Dienstleister, der individuelle Rap-Titel anbietet, die Nutzer über dessen Website ordern können. Die Idee finde ich witzig und gut. Die Seite selbst ist jedoch optisch schon schwer zu ertragen. Und außerdem sollte der Anbieter der Seiten im eigenen Interesse mal bei nächster Gelegenheit das Fernabsatzrecht näher in Augenschein nehmen. Die gewählte Vertragsschlussvariante in den AGB beißt sich mit dem gleichzeitigen Ausschluss des Widerrufsrechts. Das geht so nicht. Kleiner Tipp: ist eine ähnliche Problematik wie bei den eBay-Abmahnungen wg. fehlerhafter Widerrufsbelehrungen. Wegen des Abmahnrisikos nenne ich den URL der Seite mal lieber nicht ;-)

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Geschäftsführer als Datenschutzbeauftragte?

by Stephan Hansen-Oest on March 31, 2008

Auch wenn das Thema hier schon häufiger behandelt wurde (z.B hier m.w.N.), wollte ich doch aus “Stickyness”-Gründen mal wieder ein Beispiel bringen, bei dem ein Startup es gut meint und z.B. in der Datenschutzerklärung (schon mal positiv, dass es überhaupt eine gibt – ist ja auch nicht die Regel) angibt, wer Datenschutzbeauftragte des Unternehmens sind. So gibt Beeings minidienste.de in seiner Datenschutzerklärung, die ungünstigerweise nur im PDF-Format (Stand: 31.03.08) vorliegt (was trotz der Verbreitung des PDF-Standards ein Problem sein kann), folgende Information an:

Betrieblicher Beauftragter für den Datenschutz
Andreas Jakob, Daniel Stosch

Beim Datenschutzbeauftragten gilt jedoch eigentlich das “Highlander”-Prinzip: es kann nur Einen geben! Zwei Personen zu benennen, ist daher – sagen wir mal – etwas “unüblich”.

Unzulässig wird das Ganze dann jedoch, wenn man gleichzeitig folgende Informationen zur Firma und vor allem den Geschäfsführern in derselben Datenschutzerklärung ansieht:

Verantwortliche Stelle im Sinne des BDSG:
Beeings Internet GmbH
Karl-Heine-Str. 99
04229 Leipzig

Geschäftsführer: 
Andreas Jakob, Daniel Stosch

Es ist nämlich als Fall der sog. verbotenen In-Sich-Kontrolle unzulässig, dass ein Geschäftsführer oder Mitglied der Geschäftsführung zugleich auch Datenschutzbeauftragter des Unternehmens ist. Es fehlt dem Geschäftsführer nämlich zumindest an der nach § 4f Abs. 2 BDSG erforderlichen Zuverlässigkeit, die in einem Fall einer solchen Interessenkollision nicht gegeben ist. So darf z.B. auch ein IT-Leiter nicht zum Datenschutzbeauftragten bestellt werden.

Minidienste.de sollte vielleicht eher prüfen, ob überhaupt ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss (was allerdings schon in Anbetracht des Vorteils, dass die Meldepflichten für den Einsatz von automatisierten Verfahren bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Dtenschutz im Falle einer Bestellung eines Datenschutzbeauftragten entfallen, gut abgewogen werden sollte) oder eben – noch besser – eine andere Person oder einen externen Datenschutzbeauftragten bestellen. Wichtig: zum Datenschutzbeauftragten darf nur eine Person bestellt werde, die über die erforderliche Fachkunde verfügt. Die liegt ohne umfangreiche Schulung eher selten vor. Häufig bietet sich daher gerade für kleinere Unternehmen an, einen externen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, was auch nicht unbedingt teuer sein muss, wenn die IT und die Prozesse ansonsten gut aufgestellt sind.

[Update]: Hinzuweisen ist noch darauf, dass es sich hierbei um keinen Fehler handelt, der dazu führt, dass Nutzer einen Nachteil hätten. Auch abmahnfähig ist der Fehler nicht. 

[Update2]: Der Fehler ist behoben worden, soweit ich es sehen kann.

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Wer hat bloß diese Nutzungsbedingungen gemacht? Zlio – bitte nachbessern

Bei deutsche startups bin ich gestern über den Launch von ZLIO in Deutschland gestolpert. Bei meiner “üblichen” Durchsicht von AGB, Datenschutz etc. auf zlio.de ist mir schon gestern Abend negativ aufgefallen, dass ein Teil der Dokumente auf dem iPhone nicht angezeigt werden, da offenbar Flash (?!) für die Anzeige benötigt wird. Was für ein Unsinn [...]

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Auf der Suche nach dem perfekten Auftritt – auch “sonntagmorgen” scheitert knapp

Update: Till Achinger hat prompt reagiert. Die Datenschutzerklärung war wohl schon lange fertig, nur noch nicht implementiert, wie er mir mitgeteilt hat. Sie ist jetzt “live”. Und die von mir “angekreideten” Klauseln in den AGB sind verändert und damit verbessert worden. Wieder einmal Hut ab vor der schnellen Reaktion. Davon könnten sich viele Unternehmen eine [...]

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Shopito wagt den frühen Start – vielleicht zu früh?

Update2: Die kritischen Probleme sind in bemerkenswerter Geschwindigkeit von Shopito behoben worden. Lob von dieser Seite! So wird dann aus “vermeidbaren Fehlern” binnen weniger Stunden ein ordentliches Resultat. So muss es sein. An kleinen Schrauben kann und sollte man noch drehen, aber das Wesentliche stimmt jetzt. Die verbleibenden Kleinigkeiten kann man beizeiten in Ruhe beheben.
Update: [...]

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Verweise auf nicht vorhandene Regelungen

Wieder einmal ein Beitrag in der Rubrik “Vermeidbare Fehler“. Es ist unschwer erkennbar, dass der Anlass hierfür häufig bei der Besichtigung neuer Websites von Startups oder sonstigen Web-/Tech-Unternehmen entsteht. Liebe betroffene Startups: Bitte nehmt die Kritik nicht persönlich. Und durch Fehler lernt man ja auch. Außerdem habe ich natürlich auch nicht immer Recht, oder es [...]

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Nicht erforderliche Daten in Formularfeldern

Auch die “Großen” machen Fehler. Das Thema hatten wir ja jüngst schon mal. Die Deutsche Telekom AG (DTAG) verfügt über eine ziemlich gute Datenschutzabteilung. Das mag der eine oder andere Verbraucher im Einzelfall anders sehen. Die dort arbeitenden Datenschutz-Juristen sind aber schon seit Jahren gut, wie ich finde und z.T. aus eigener Erfahrung (die allerdings [...]

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Auch die “Großen” machen Fehler

Im Zuge einer anderen Recherche bin ich gerade über die Nutzungsvereinbarung für die Registrierung für die Diskussionsforen auf heise online gestolpert. Und was muss ich da sehen?
“….die Diskussionsforen auf heise online bieten Ihnen Gelegenheit, zusätzliche Informationen, Kommentare und kritische Anmerkungen zu unseren Berichten zu veröffentlichen. Bevor Sie starten, lesen Sie sich bitte die folgende [...]

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AGB im zu kleinen “Scrollfenster”

Wie das OLG Frankfurt jüngst entschieden hat, ist es unzulässig über das Widerrufsrecht in einem nur kleinen Textfenster zu belehren, durch das man sich lange “scrollen” muss, um den Text zur Kenntnis nehmen zu können. Auch sind auf diese Art und Weise dargestellte AGB unwirksam und werden nicht wirksam in einen Vertrag einbezogen.
Es ist also [...]

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TDDSG is dead!

Bei “gefühlten” 50% aller Web-Sites von Startups, die über Datenschutzerklärungen oder entsprechende Hinweise in den AGB verfügen, finden sich Aussagen dahingehend, dass man die oder bestimmte Regelungen des “TDDSG” beachte. Das Teledienstedatenschutzgesetz a.k.a. TDDSG ist seit 01.03.2007 nicht mehr in Kraft, d.h. es gibt es gar nicht mehr. Die entsprechenden Regelungen finden sich seit dem [...]

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